Das Querxenkind - Wie Liba zu den Menschen kam

ISBN
978-3-941908-58-1
Autorin
Claudia Dabischa
Illustrationen
Claudia Dabischa
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Ein Lese-, Vorlese und Entdeckerbuch

54 Seiten
25,5 x 19,5 cm
durchg. vierfarbig
Hardcover

Liba ist ein Mädchen des Volkes der sagenhaften Oberlausitzer Querxe, die in Berghöhlen leben, wie etwa in jener im Breiteberg, die noch heute zu sehen ist.
Gerade noch lag Liba zufrieden auf der großen Wiese und schlummerte vor sich hin, da wurde sie plötzlich von dicken kalten Regentropfen geweckt.
Die Nacht war längst hereingebrochen und es regnete wie aus Gießkannen. Doch was nun? Wie sollte das kleine Querxmädchen in der Dunkelheit nur wieder nach Hause finden?
Da bleibt nichts anderes übrig als geradezu querfeldein loszulaufen … 
Nichtsahnend, dass das kleine Mädchen so direkt in ein großes Abenteuer stolpert, bei dem sie eine fremde Welt entdeckt und neue große Freunde findet.

„Ein dicker fetter Mistkäfer!“, sagte Liba, das kleine Querxmädchen zu ihrer besten Freundin Mira.
Beide lagen Kopf an Kopf auf der Wiese einer Waldlichtung, starrten in den Himmel und beobachteten wie die Wolke über ihnen vorbeizog. Es war die einzige Wolke am Himmel, welcher sonst im leuchtenden Blau erstrahlte.
„Das ist ein Marienkäfer. Siehst du denn die Punkte nicht?“ verbesserte Mira.
„Welche Punkte? Das ist ein junger Mistkäfer. Der krabbelt auf seiner Mutter herum!“
Mira sah zu Liba und beide mussten lachen. Schließlich löste sich die Wolke auf und die beiden Mädchen beschlossen heim zu gehen. 

Nachdem sie sich den Staub von ihren grauen Mäntelchen und Libas Hut abgeklopft hatten, machten sie sich auf den Rückweg. Dabei pfiffen und sprangen sie von einem Bein zum Anderen. Sie balancierten über einen dicken umgestürzten Baumstamm, der moosüberwachsen ein kleines Rinnsal überspannte, und sprangen auf die kleinen Felsbrocken, die ihren Weg kreuzten. Schließlich kamen sie an der alten Eiche vorbei, auf der sie vor einer Woche die Eichhörnchenjungen entdeckt hatten. Die Mädchen blieben stehen und schauten nach oben. Vielleicht könnten sie zwischen den Ästen den Eichhörnchenkobel entdecken.
„Wollen wir noch einmal nachschauen?“, fragte Liba ihre Freundin.
Mira lächelte: „Ich möchte gern noch einmal hochklettern, aber das dauert zu lange und es ist schon so spät. Wir können doch morgen wieder nachschauen?“
Liba war mit der Antwort ihrer Freundin nicht so recht zufrieden, zeichnete mit dem großen Zeh Kreise in den lockeren Waldboden und seufzte laut.
„Ach bitte! Deine Mama wird schon nicht schimpfen!“, flehte sie ihre Freundin an.
Aber plötzlich sprang ein Eichhörnchen auf einen dicken Ast hoch oben in der Baumkrone und schaute argwöhnisch auf die Querxkinder. ...
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